News

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Kein Platz für tiefere Preise

Der gestrige Tag hat wohl auch die letzten Hoffnungen auf einen nochmaligen und deutlichen Preisrückgang zerstört. Die gestrige Kursbewegung hat mit seinem markanten und unbeirrten Anstieg der Ölwerte in London und NY wohl die nächste Haussewelle ins Rennen geschickt. Sie hat auch gezeigt, dass für tiefere Preise einfach kein Platz ist.

Auch wenn nun die unverbesserlichen Baissiers den Preisen der vergangenen Tage und gar Wochen hinterherweinen und sich trösten «es kommt schon wieder tiefer», die temporäre «leichte Tiefpreisphase» von vor einem Monat (Mitte August) mit ca. CHF 7.00 bis CHF 8.00 tieferen Heizöl- und Dieselpreisen ist Geschichte.

Und dann kommt dann noch die CHF 6.85 per 100 Liter künstliche CO2-Erhöung vom Bunde auf den 1.1.2022 hinzu. Dies wird – neben der Jahreszeit üblichen Nachfragesteigerung – zusätzliche Nachfrage bringen.

Und erneut unser Mantra: jegliche Tieferbewertung sind Kaufkurse. Nicht was man selbst glaubt, wie die Preise sich entwickeln ist entscheidend, sondern was die weltweite Mehrheit der Marktteilnehmer denkt bestimmt den Preis. Und was oder wie diese Mehrheit denkt, haben die vergangenen Tage gezeigt.

Börsendaten 16.9. 2021 um 08:00 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $630.25 (-3.00$)

ICE-Brent NOV: $75.48 (+0.02$)

NY-Rohöl WTI OKT: $72.62 (+0.01$)

US-Dollar/CHF: 0.9209 (+0.0010)

Ruedi Rüssel und Miniprix übernehmen BP Tankstellen

Suhr, 15. September 2021: Eines der führenden Schweizer Unternehmen in der Versorgung mit flüssigen Treib-und Brennstoffen, Oel-Pool AG mit ihrer Tochtergesellschaft Moveri AG – beide gehören zur Volare Group AG – hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Tankstellennetzes sowie der Versorgungsstruktur von BP in der Schweiz unterzeichnet. Damit werden Oel-Pool AG und ihre Tochtergesellschaft Moveri AG, welche u.a. auch Ruedi-Rüssel- und Miniprix-Tankstellen betreiben, zum grössten Anbieter im Tankstellenbereich in der Schweiz.

Der heutige Meilenstein ist für Oel-Pool AG und ihre Tochtergesellschaft Moveri AG, die Betreiberin des Tankstellenbereiches, ein strategischer Schritt auf dem Weg, auch zukünftig ein attraktiver Partner für flüssige Energieträger bei Wärme und Mobilität zu sein. «Einerseits ist BP eine im Markt etablierte Marke, die über viele Tankstellen an guten Standorten verfügt. Andererseits erlaubt uns die neue Situation Synergien beim Einkauf der Produkte und bei der besseren Ausnutzung der Tanklager», erklärt Ramon Werner, CEO. Die Marke BP, die Premiumtreibstoffe sowie die Shops mit ihrem Convenience-Angebot bleiben nach der Übernahme bestehen. Ebenfalls werden etwa 30 Mitarbeitende der Schweizer BP Niederlassung übernommen.

Ramon Werner weiter: «Der Treib- und Brennstoffmarkt ist in der Schweiz rückläufig. Daher sind Zusammenschlüsse mit daraus resultierenden Synergien die logische Folge: Mit diesem Zusammenschluss, einer soliden Finanzlage und einer dynamischen Unternehmenskultur ist unser Unternehmen sehr gut aufgestellt und verfügt auch über genügend Mittel, die Zukunft des Schweizer Energiemarktes zu gestalten und in neue, CO2-freie Energien zu investieren.»

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbskommission WEKO.

Medienanfragen:
Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an Jessica Beyer, Presseabteilung, +41 62 836 85 25, medien@moveri.ch

 

Über Moveri AG:

Moveri AG mit Sitz in Suhr (AG) ist eine Tochtergesellschaft der Oel-Pool AG, einem der führenden Schweizer Unternehmen in der Versorgung von flüssigen Energieträgern bei Wärme und Mobilität. Moveri AG betreibt über 330 Ruedi-Rüssel- und Miniprix-Tankstellen. Dazu kommen 200 Tankstellen, die unter der Marke BP und Shell betrieben werden.

Die Geschichte beginnt 1873 mit der Gründung der «Lagerhäuser der Centralschweiz». 1965 wurde erstmals mit Mineralölprodukten gehandelt und 1999 die erste Ruedi Rüssel Tankstelle eröffnet. In der Folge wurde 2003 die Oel-Pool AG und einige Jahre später die Tochtergesellschaft Moveri AG gegründet. Beide Firmen gehören zur Volare Group AG, die im Handel, in der Produktion und in der Immobilienwirtschaft tätig ist.

Die Firmengruppe investiert auch in alternative, regenerative und CO2-freie Treib- und Brennstoffe, etwa in synthetische Treibstoffe. Dafür wurde mit der Firma Swiss Liquid Future das Joint Venture «e-fuels2go» (www.e-fuels.ch) gegründet. Das Kompetenzzentrum «e-fuels2go» handelt, entwickelt und stellt spezifische E-Fuels bereit, die aus CO2, Wasser und Strom produziert werden und die die Treibhausgasbilanz nachhaltig verbessern.

Bilder:
Ramon Werner, CEO
Logo Moveri AG
Logo Ruedi Rüssel und Miniprix
Tankstelle Ruedi Rüssel

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Nur Optimisten glauben an Preisrückgang

Auch wenn wir uns immer und immer wieder wiederholen (müssen): auch der gestrige Tag ein eindrückliches Beispiel, dass «billigere» Preise, sprich tiefere Börsenkurse in London und NY kaum Chancen haben, sich über mehrere Tage durchzusetzen oder gar eine Tendenz Änderung nachunten auslösen: nach einem lustlösen Geplätscher verloren sämtliche Produkte nach Eröffnung der Hauptbörse in NY um 15 Uhr an Boden. Aber bereits ab 19 Uhr unsere Zeit war die Euphorie der Bären wieder vorbei. Bis heute früh krochen sämtliche Produkte wieder hoch zum Stand von gestern Morgen.

Dieses «Verhalten» der Marktteilnehmer ist immer zu beobachten. Sei es im «kleinen» zeitlichen Rahmen wir gestern, oder aber auch, wenn sich eine Abwärtskorrektur ein, zwei Tage durchsetzen kann. Das «Resultat» ist immer dasselbe: tiefere Notizen werden immer als Einstiegspunkt, als Kaufgelegenheit eingestuft und auch genutzt. Das heisst nichts anderes, als dass der Markt die «Gesamtlage» weiterhin als «bullisch» einstuft – wie es im Fachjargon genannt wird.

Und dann kommen immer wieder unerwartete «Fremdereignisse» hinzu. Diesmal erneut ein Hurrikan namens «Nicholas». Bereits wurden viele Ölinstallationen wie Raffinerien und Ölfördereinrichtungen im Golf von Mexiko und in Texas vorsorglich heruntergefahren oder evakuiert. Und dies, nachdem die Ölindustrie nach Hurrikan «Ida» etwas weiter östlich im Golf noch immer zu beinahe 75% nicht wieder in Betrieb ist. Und «Ida» war Ende August, Anfang September.

Also man muss wirklich Optimist sein, um eindeutige Zeichen für einen nachhaltigen und markanten Ölpreisrückgang zu sehen. Diese Anzeichen sehen wir (leider) nicht.

Börsendaten 15.9. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $618.00 (+3.00$)

ICE-Brent NOV: $74.15 (+0.55)

NY-Rohöl WTI OKT: $70.98 (+0.52$)

US-Dollar/CHF: 0.9199 (-0.0005)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die nächste Haussewelle steht vor der Tür

Der Aufwärtsschwung vom Freitag wurde gestern gleich in die neue Woche mitgenommen. Die Kursnadel zeigte nur nach oben. Wir haben vor allem bei den Fertigprodukten in London und NY die in diesem Sommer erzielten Höchstwerte erneut erreicht. Somit sind die Chancen für Rückgang, welche sich über die Sommermonate boten, wohl wieder definitiv beendet.

Trotz aller Befürchtungen, dass die erneute Ausweitung der Pandemie und teils Abflachung der Impfbereitschaft vor allem in der westlichen Welt den ausgelösten Wirtschaftsaufschwung wieder bremsen und eindämmen könnte, ist auf den Ölbörsenparketts in London, NY und der ganzen Welt nichts zu spüren. Jeglicher Ansatz zu einer allenfalls etwas grösseren Kursabschwächung verlief im Sande und wurde sofort von den unbeirrt an weiter steigende Kurse glaubenden Investoren gekontert. Und daran wird sich wohl auch nichts ändern in den kommenden Monaten. Denn die Mehrheit der Investoren glaubt weiterhin unbeirrt an die globale Post-Pandemie-Erholung der Wirtschaft. Und diese Mehrheit bestimmt die Kurse in London und NY.

Und dann gibt es schlechte und bedrohliche News aus dem Golf von Mexiko, bzw. Öl-Mekka Texas. Dessen Ölinstallationen werden vom Sturm «Nicholas» bedroht und «Nicholas» besitzt das Potential zum Hurrikan. Dies nur wenige Wochen nach dem verheerenden Hurrikan «Ida». Noch immer sind nach dessen verheerenden Verwüstungen ca. 75% der Ölinstallation im und am Golf von Mexiko ausser Betrieb.

Also leider: weiterhin keine Hoffnungen auf Preisrückgang. Kleine Rücksetzer sind bleiben die Glücksmomente zum Einkauf.

Börsendaten 14.9. 2021 um 08:20 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $619.25 (+4.25$)

ICE-Brent NOV: $74.11 (+0.60)

NY-Rohöl WTI OKT: $71.05 (+0.60$)

US-Dollar/CHF: 0.92221 (-0.0003)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Höhenflug setzt sich fort…

Auch zwei Wochen nach dem letzten Hurrikan „Ida“ liegt über die Hälfte der US-Förderplattformen still. Die Inbertiebnahmen gehen langsam voran und der nächste Sturm „Nicoals“ nimmt bereits Kurs auf diese Region…dieser könnte sich noch zu einem Hurrikan entwickeln und die komplette Ölinfrastruktur lahmlegen.

Nach dem starken Preisanstieg vom Wochenende steigen die Preise heute Morgen weiter. Neben den Hurrikan’s sind die Probleme mit dem Atomabkommen mit dem Iran betreffend den Sanktionen, positive Zeichen der Zusammenarbeit China/USA sowie die Förderpolitik der OPEC preistreibend.

Börsendaten:

ICE-Gasöl: 615.50 (+5.50$)
ICE-Brent: 73.52 (+0.60$)
ICE-Crude: 70.33 (+0.61$)
US-$/CHF: 0.9206 (+0.0024)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Chancen für Rückgang kleiner wie Risiko Preisanstieg

Der Markt gönnt den an einem etwas nachhaltigeren, temporären Rückgang interessierten Marktteilnehmern keine Chance. Oder sind die Bären, wie die Baissiers im Fachjargon am Börsenring genannt werden, ganz einfach zu schwach und vor allem von ihrer Markteinschätzung zu wenig überzeugt, zumindest eine vorübergehenden Rückgang einzuleiten, bevor die Reise weiter nach oben geht? Es scheint so. Vor allem wenn man den gestrigen Kursverlauf genauer interpretiert: Bis um ca. 14 sehr ruhiger Handel, ja gar schläfrig. Aber dann Action pur! Zwischen ca. 14h und ca. 20 Uhr sackten die Notierungen bei allen Produkten vom Tageshoch runter auf die Tagestief (ca. um 15:30h) dann sofort wieder hoch auf Tageshoch (ca. 17h) und erneut runter auf Tagestief um ca. 19:30 Uhr!! Und diese Sprünge machten beim Gasoil jedes Mal ca. $17/Tonne aus! Und in der Nachtsitzung bis heute ist die Preispallette erneut auf Erholungskurs.

Es ist und bleibt so wie sich seit Monaten der Kursverlauf zeigt, auch wenn äussert langweilig und monoton: jegliche, und wirklich jegliche, Tieferbewertung wird von Bullen (Fachjargon für jene spekulativen Marktteilnehmer im Ring, welche die Preise nach oben treiben) als Kaufgelegenheit eingestuft und entsprechend wird dann auch gehandelt.

Für uns Endverbraucher – vor allem im Heizölbereich – wird nun die Zeit immer enger. Vor allem für jene, welche noch immer auf einen deutlichen Preisrückgang hoffen, und den Heizöltank vor dem Winter und vor allem vor der künstlichen Verteuerung durch die die zusätzliche CO2-Abgabe von CHf 6.85 per 100 Liter am 1. Januar 2022 füllen müssen und wollen. Denn erfahrungsgemäss aus den vergangenen CO2-Erhöhungen wird die Logistik schon bald schweizweit im Herbst, vor allem dann aber im November und Dezember, schnell an ihre Grenzen stossen.

Die Chancen für einen spürbaren Rückgang der Heizöl- und Treibstoffpreise sind also wesentlich tiefer einzustufen, wie das Risiko eines weiteren und deutlichen Preisanstieges.

Börsendaten 10.9. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $601.50 (-4.00$)

ICE-Brent NOV: $72.09 (+0.64)

NY-Rohöl WTI OKT $68.66 (+0.52$)

US-Dollar/CHF: 0.9165 (-0.0004)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Preisgestaltung: die globale Mehrheit zählt und diktiert

Weiterhin kein «Aufatmen» in London und NY in Form eines temporären, vorübergehenden Rückganges. Die Auswirkungen von Hurrikan Ida auf die Ölinstallationen im und am Golf von Mexiko sind weiterhin beträchtlich. Noch immer sind ca. 77% aller Anlagen in der Region in irgendeiner Weise betroffen und können nicht unter Volllast produzieren – sei dies in der Verarbeitung (Raffinerien) oder in Förderung (Off-Shore Plattformen) von Rohöl. Der Ausfall beträgt Hurrikan bedingt noch immer ca. 1.4 Mio. Fass pro Tag. Dies entspricht einem Ausfall für die Region von ca. 77%. Auf die gesamte Rohölförderung der USA (ca. 11 Mio. Fass pro Tag) umgelegt entspricht dies über 12%. Und diese Fehlmengen an Rohöl wie Fertigprodukten (Benzin, Kerosin und Mitteldestillate wie Diesel und Heizöl) werden auf dem globalen, freien Ölmarkt zugekauft.

Man kann es scheinbar drehen und wenden wie man will: der internationale Markt ist für einen temporären, nachhaltigen Rückgang der Ölpreise nicht bereit. Das Vertrauen in eine weitere Erholung der globalen Wirtschaft und dass sie Covid akzeptiert und lernt, mehr und mehr damit «umzugehen», scheint unerschütterlich. Und dies allein zählt: die globale Meinung der Mehrheit. Ob in der Schweiz die Nachfrage nach fossilen Brenn- und Treibstoffen sinkt, hat absolut keinen Einfluss auf die Gestaltung unserer Heizöl-, Diesel- und Benzinpreise.

Börsendaten 9.9. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $604.75 (-0.25$)

ICE-Brent NOV: $72.86 (+0.26)

NY-Rohöl WTI OKT $69.44 (+0.14$)

US-Dollar/CHF: 0.9197 (-0.0026)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ein Schritt nach unten – zwei nach oben

Der gestrige Tag brachte nicht viel Neues. Etwas leichtere Börsennotizen werden von einem leicht stärkeren Dollar abgefedert, kompensiert. Es ist aber weiterhin nicht ganz auszuschliessen, dass wir noch diese Tage ganz leicht tiefere Treib- und Brennstoffe vorgelegt bekommen könnten. Dies dann aber wäre der nächste Einstiegspunkt. Und das «predigen» wir «Gebetsmühle-artig» seit vergangenem November. Denn seither, also seit über zehn Monate, folgten jedem Schritt nach unten mindestens deren zwei nach oben! Der (Börsen) Preisvergleich zu vergangenem Herbst zeigt dies deutlich auf: innerhalb dieser wenigen Monate haben sich die Ölpreise an der Börse mehr als verdoppelt.

Nicht dass es keine Argumente für Rückgang gäbe, nein. Immer wieder sind reale Fakten da, welche klar schwächere Preisetendenz favorisieren und indizieren. Aber nicht eine einzige dieser Tatsachen und Fakte konnten wirklich greifen. Immer wieder war die Anzahl der Marktteilnehmer von an weiter steigenden Ölpreisen deutlich grösser, wie deren Gegenüber im Ring – die Baissiers. Und die Meinung und Einstellung der Mehrheit der globalen Marktteilnehmer bestimmt den Preis und die Marschrichtung – und diese zeigt nun halt seit November 2020 nach oben.

Jüngstes Beispiel: Saudi-Arabien hat die Preise für Rohöllieferung in den asiatischen und pazifischen Raum vor ein paar wenigen Tagen deutlich gesenkt wegen (Corona beding) nachlassender Nachfrage. Und die Reaktion an den internationalen Ölbörsen? Kaum wahrnehmbar.

Börsendaten 8.9. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $602.50 (+0.50$)

ICE-Brent NOV: $72.06 (+0.37)

NY-Rohöl WTI OKT $68.78 (+0.43$)

US-Dollar/CHF: 0.9202 (+0.0005)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Auswirkungen der Hurrikans in Europa

Keine wesentlichen Bewegungen gestern. Der Markt scheint in abwartender Haltung. Obwohl die OPEC-PLUS Allianz offiziell bestätigt hat, dass sie die Rohölproduktion auch im Oktober und anschliessend jeden Monat um 400’000 Fass pro Tag erhöhen werden bis das Vor-Corona Förderniveau von ca. 30 Mio. Fass/Tag wieder erreicht wird. Bekanntlich haben diese Förderländer (inklusive Russland) ihre Produktion im Sommer 2020 nachfragebedingt wegen der Pandemie um runde 10 Mio. Fass/Tag heruntergefahren.

Noch immer hinterlässt der Hurrikan «Ida» seine Spuren. Die heruntergefahrenen oder beschädigten Raffinerien und Offshore Förderanlagen konnten bei weitem noch nicht wieder alle in Betrieb gehen. Zudem ist auch das Stromnetz vielerorts noch immer nicht wieder in Betrieb. Stromgeneratoren sorgen für Ersatz. Diese steigern aber entsprechend auch die Nachfrage nach Treibstoffen. Und diese können in der Region nicht nachfragegemäss geliefert werden, da deren Produktion wegen der noch immer nicht betriebsbereiten Raffinerien hinterher hinkt. Dieser Energieengpass steigert die Nachfrage in den übrigen US-Regionen und allenfalls werden gar für Europa vorgesehene Tanker mit Fertigprodukten in das US-Krisengebiet umgeleitet. So schwer dies auch nachzuvollziehen ist: ein Hurrikan im Golf von Mexiko kann auch längerfristige Auswirkungen auf unsere Säulen und Öltanks im Keller haben.

Und: schon braut sich der nächste Sturm zusammen, welcher auf sehr wichtige Ölinstallationen im östlichen Golf von Mexiko zusteuert. Die Hurrikan Saison dauert in der Regel bis weit in den November hinein.

Auch wenn preismindernder Faktoren, wie sie allenfalls die OPEC-förderquoten Erhöhung sein könnte, vorhanden sind, sie reichen nicht den Markt generell nach unten zu stimmen.

Börsendaten 6.9. 2021 um 08:15 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $609.75 (+2.75$)

ICE-Brent NOV: $72.77 (+0.55)

NY-Rohöl WTI OKT $69.37 (+0.08$)

US-Dollar/CHF: 0.9152 (-0.0001)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Der rote Faden der Profis in London und NY

Und auch am Freitag zeigte sich die Ölpalette von der festen Seite. Erst nach Eröffnung der Hauptbörse in NY – der NYMEX – um ca. 15 Uhr richtete sich die Kursnadel etwas nach unten. Das waren wohl so genannte Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende.

Das bringt uns heute doch etwas tiefere Notizen wie an den Vortagen. Die nächste Gelegenheit für eine Aufstockung der Treibstoffvorräte und vor allem für die Winterbevorratung der Heizöltanks steht also kurz bevor. Denn die Tage werden trotz herrlichem Spätsommer kürzer und damit sinken auch die Temperaturen während der immer länger dauernden Nächte.

Und seit Anfang November von vor einem Jahr zeigt sich immer – und wirklich immer wieder – das gleiche Bild: jegliche Kurskorrekturen nach unten werden meistens sehr schnell vom Bullenlager gekontert, bzw. als Einstiegspunkt für die jedes Mal folgende nächste Aufwärtswelle genutzt. Eigentlich eine simple Sache ohne dass ein umfangreiches, analytisches Wissen vorhanden oder angewandt werden musste. Einfach immer und monoton: Tieferbewertung = Einstiegspunkt, einfach und simpel und – in den vergangenen Monaten zumindest – absolut erfolgversprechend.

Also, diese nächste Gelegenheit wird sich auch schon sehr bald eröffnen, allenfalls schon heute oder morgen. Was für die Profis in London und NY der rote Faden, dürfte wohl auch für den Endverbraucher zumindest ein Gedanke wert sein.

Börsendaten 6.9. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $604.25 (-9.00$)

ICE-Brent NOV: $71.61 (-1.00)

NY-Rohöl WTI OKT $68.32 (-0.97$)

US-Dollar/CHF: 0.9151 (+0.0010)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Gestern: Preise mit viel Kraft unterwegs!

Die Bullen dominierten Gestern sowie die ganze Woche die Börsen. Widerstände wurden mit Leichtigkeit durchbrochen und zeigten wiedermal, dass die Richtung bestimmt ist. Nach oben!

Starke Widerstände sieht man keine mehr in der Nähe, weiter kommen auch noch Spekulationen auf wirtschaftliche Erholungen, die zu mehr Nachfrage führen wird. Aus den USA wurden auch wieder positive Arbeitsmarktdaten gemeldet. Dies führt dazu, dass wir uns in Richtung Jahreshoch bewegen. Ob dies in den nächsten Tagen geschehen wird ist noch unklar.

Momentan ist es noch ein guter Zeitpunkt um den Winterbedarf zu decken und den Tank füllen zu lassen. Wie sich die Preise in den nächsten Monaten entwickeln ist schwierig vorherzusagen, die Tendenz zeigt aber klar nach oben.

Börsendaten 03.09.2021 um 09:30 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $613.50 (+13.00$)

ICE-Brent NOV: $73.06 (+1.69)

NY-Rohöl WTI OKT $69.88 (+1.56$)

US-Dollar/CHF: 0.9140 (-0.0008)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: OPEC-PLUS Allianz: Förderanhebung von 400’000 Fass pro Tag

Der gestrige Tag, bzw. der gestrige Kursverlauf, hat einmal mehr ganz deutlich die generell starke Marktverfassung, bzw. die eindeutig hausselastige Ausrichtung der Mehrzahl der Marktteilnehmer aufgezeigt.

Im Laufe des Tages sickerte durch, dass die OPEC-PLUS Allianz sich für die Beibehaltung der monatlichen Förderanhebung von 400’000 Mio. Fass pro Tag auch im Monat Oktober und nachfolgenden Monate aussprechen würde. Dies wurde zuerst als preissenkendes Element ausgelegt. Und tatsächlich: die Kurse in London wie in NY gingen deutlich in die Knie – über $10 beim Gasoil in London – unserem Referenzprodukt für Heizöl und Diesel. Am frühen Abend dann die Bestätigung der OPEC-PLUS Allianz: die Förderanhebung von 400’000 Fass pro Tag im Oktober und den nachfolgenden Monaten bis dass das «Vor-Corona» Förderniveau von ca. 30 Mio. Fass pro Tag wieder erreicht ist. Das Kartell und die Allianz hatten ja bekanntlich im vergangenen Sommer die Förderung um ca. 10 Mio. Fass pro Tag heruntergefahren.

Und die Reaktion? Kurz nach der Bestätigung dieser offiziellen Meldung legten die Kurse wieder zu und bis Handelsschluss in NY war das Kursniveau von gestern Morgen wieder erreicht!

Das zeigt doch klar und eindeutig: der Markt nutzt jegliche Art und Form von tieferen Kursen zum Einstieg und zum Aufbau von Haussepositionen. Und dies wohl nicht nur aus kurzfristiger Sicht, sondern wohl eher aus mittel- bis langfristigen Überlegungen heraus. Und es zeigt auch klar, dass vermeintlich baisselastige Entscheide und Einflüsse der generellen, seit November 2020 uneingeschränkt gültigen Haussetendenz kaum etwas anhaben können.

Börsendaten 2.9. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $600.50 (+5.50$)

ICE-Brent NOV: $71.37 (-0.22)

NY-Rohöl WTI OKT $68.32 (-0.27$)

US-Dollar/CHF: 0.9148 (-0.0010)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: OPEC-PLUS einig oder uneinig?

Gestern ein ruhiger Tag beidseits des Atlantiks. Typischer Ruhetag vor OPEC-Entscheidungen. Denn heute findet da OPEC-PLUS Allianz Meeting statt. Es wird darüber beraten, ob die seit Frühsommer geltenden, monatlichen Förderanhebungen von 400’000 Fass pro Tag auch im Oktober und den Folgemonaten gelten und beibehalten werden. Ziel dieser Förderanhebung ist es, der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden nach dem Covid bedingten Wirtschaftskollaps im vergangenen Jahr. Die OPEC-PLUS Allianz will mit diesen Fördernahebungen nach und nach wieder das Vor-Covid-Förderniveau erreichen. Dieses wurde im vergangenen Sommer eben wegen des Corona bedingten Wirtschaftseinbruches um ca. 10 Mio. Fass/Tag heruntergefahren.

Dass diese Förderanhebung nicht einfach durchgewunken wird, zeigt der Ausgang der letzten Sitzung, als sich die VAE (Vereinigte Arabische Emirate) nicht unbedingt gegen den Förderanhebungsbeschluss stellte, aber mit der damit verbundenen Quotenzuteilung nicht einverstanden war. Es folgte ein tagelanges Hin und Her. Es wird also auch Stimmen geben, welche sich eher gegen Förderanhebungen aussprechen. Eingepreist in den aktuellen Kursen dürfte diese monatliche Anhebung von 0.4 Mio. Fass/Tag sein.

Von der «grossen» Tendenz her, also seit November 2020, ist der massive Haussetrend, welcher die Ölpreise an den Börsen seither mehr als verdoppelte, uneingeschränkt und ohne Wenn und Aber intakt. Und im Wissen, dass das Heizöl ab 1. Januar 2022 nochmals zusätzlich und künstlich vom Bund um satte CHF 6.85 per 100 Liter verteuert wird, wird auch die Nachfrage entsprechend sein.

Börsendaten 1.9. 2021 um 08:40 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $603.25 (+1.75$)

ICE-Brent NOV: $72.01 (+0.38)

NY-Rohöl WTI OKT $68.89 (+0.39$)

US-Dollar/CHF: 0.9185 (+0.0033)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wenig Hoffnung für wirklich nachhaltigen Preisrückgang

Gestern ein relativ moderates Hin und Her beidseits des Atlantiks. Die Schlussnotizen lagen aber bei allen Produkten nahe den Tageshoch und über jenen vom vergangenen Freitag. Die Aufwärtstendenz, welche gestern vor einer Woche eingesetzt hat, setzt sich also fort – wenn auch etwas weniger dynamisch wie noch zu Beginn.

Der Hurrikan Ida hat scheinbar und glücklicherweise nicht die befürchtet schlimmen Schäden an den Ölinstallationen rund im Golf von Mexiko und den Küstengebieten von Louisiana angerichtet. Trotzdem wurden einige Raffinerien getroffen oder sind vorsorglich heruntergefahren worden. Dies wird die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Parallel dazu nimmt aber die Verfügbarkeit der Fertigprodukte Benzin und Diesel/Heizöl und Kerosin ab. Heisst, dass die Nachfrage höher sein dürfte wie das Angebot. Und während das Abschalten einer Raffinerie in kurzer Zeit erfolgt, nimmt dessen Hochfahren unter Umständen einige Wochen in Anspruch nehmen.

Ein zweiter Fokus liegt auf dem für morgen Mittwoch angesetzten OPEC-PLUS Meeting. Zur Debatte steht eine zusätzliche Erhöhung der Förderquote. Bereits seit spätem Frühling wird die Quote monatlich um 400’000 Fass pro Tag erhöht, um der nach Corona auf Erholungskurs befindenden, globalen Nachfrage gerecht zu werden. Die weltweite Rohölförderung wurde nach dem kompletten Zusammenbruch der Nachfrage ab Frühling 2020 im Sommer 2020 massiv heruntergefahren. Vor allem die USA befürchten eine Unterversorgung – gehören aber nicht der OPEC-PLUS Allianz an.

Und spezifisch für uns Schweizer: am 1. Januar 2022 wird die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe massiv erhöht. Für Heizöl sind dies konkret CHF 6.85 per 100 Liter. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Nachfrage in der CH ab Spätherbst und vor allem November und Dezember deshalb massiv ansteigen wird.

Alles in allem also nicht wirklich rosige Aussichten und Hoffnungen auf einen markanten Preiseinbruch.

Börsendaten 31.8. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $604.50 (+4.75$)

ICE-Brent OKT: $73.41 (+0.00)

NY-Rohöl WTI OKT $69.23 (+0.02$)

US-Dollar/CHF: 0.9148 (-0.0028)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Löst Hurrikan Ida einen Engpass aus?

Die vergangene Woche hat uns einmal mehr aufgezeigt, dass die Grundtendenz nach oben zeigt. Nach den temporären Tieferbewertungen in den vorangegangenen drei Wochen wurde der gesamte Rückgang innert weniger Tage wieder wettgemacht. Erneut ein deutlicher und klarer Beweis, dass jegliche Tieferbewertungen auch immer Kaufgelegenheiten sind.

Und diese dürften nun noch zusätzlich rarer werden. Mit dem Hurrikan Ida, welcher gestern in der Region in und um New Orleans auf Land getroffen ist, wird wohl auch die gesamte Ölpreispallette nach oben getrieben. Diese Region ist neben der Fracking Industrie in Oklahoma eine der Hauptproduktion Stätte der US-Ölindustrie. Der Hurrikan Ida wird bereits mit dem verheerenden Hurrikan Kathrina aus dem Jahre 2005 verglichen. Kathrina verwüstete dannzumal nicht nur einen grossen Teil von New Orleans und forderte beinahe 2000 Menschenleben, sondern legte auch einen Teil der Ölindustrie, besonders Raffinerien, lahm. Es dauerte dannzumal viele Monate, bis alle Anlagen nur einigermassen ihren Betrieb wieder aufnehmen konnten.

Wir erinnern uns, dass noch vor ein paar Wochen Präsident Biden die OPEC gebeten hat, die Rohölproduktion zu erhöhen, da er nicht nur Engpässe in der weltweiten Rohölversorgung befürchtet, sondern auch die steigenden US-Benzinpreise stoppen wollte. Sollte die Ölindustrie durch den Hurrikan Ida schwer getroffen werden, wird der Engpass noch grösser wie befürchtet.

Börsendaten 30.8. 2021 um 08:05 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $603.25 (+4.75$)

ICE-Brent OKT: $72.72 (+0.02)

NY-Rohöl WTI OKT $68.36 (-0.38$)

US-Dollar/CHF: 0.9114 (+0.0002)