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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Preise deutlich nach unten korrigiert

Heute Morgen erreichten die Preise den tiefsten Stand im Jahr 2022. Als Hauptgrund gilt vor allem die Meldung, dass China einen Rekordwert an neuen Corona-Infektionen erreicht hat. Dies führte dazu, dass neue Lockdowns sowie weitere Corona-Massnahmen verhängt wurden. Dementsprechend wird die Nachfrage nach Brenn- und Treibstoff im Land weiter sinken bzw. eingeschränkt bleiben. Aufgrund der «Null-Covid-Politik» kam es am vergangenen Samstag in ganz China auch zu Protesten. Berichten zufolge wird die Regierung jedoch weiterhin an der «Null-Covid-Politik» festhalten. Somit bleibt fraglich, wie sich die Situation bzw. die Wirtschaft im Land weiterentwickeln wird.

Diese Woche werden die G7-Gespräche über eine Preisobergrenze für russisches Rohöl fortgesetzt. Eine Einigung über die Höhe ist noch nicht bekannt. Eigentlich hätten die Gespräche am vergangenen Freitag fortgesetzt werden müssen. Das Meeting wurde jedoch abgesagt, weshalb die Marktteilnehmer nun gespannt auf das konkrete Niveau der Preisgrenze warten. Die baltischen Staaten sowie Polen haben sich klar zur Höhe der Preisgrenze geäussert. Um die Einnahmen Russlands ausreichend zu beschränken, liege diese maximal bei 30 Dollar pro Barrel. Länder wie Griechenland wollen hingegen eher eine Grenze ab 65 Dollar aufwärts.

Nun hat sich ein neues Einkaufsfenster geöffnet, welches sicherlich, falls der Winterbedarf noch nicht abgedeckt wurde, ausgenutzt werden sollte. Denn wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass solche Korrekturen nach unten nur kurz zu geniessen sind.

Börsendaten 28.11.2022 um 09:02 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 887.75$
ICE-Brent JAN: 81.38$
NY-Rohöl WTI JAN: 74.37$
US-Dollar/CHF: 0.9450
Rheinfracht nach Basel: CHF 48.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Weiterhin gutes Einkaufsfenster am Black Friday

Wie gestern in unserem Marktbericht erwähnt, blieb die Lage an der Börse relativ ruhig. Dies verdanken wir Thanksgiving, denn dies feierten die Amerikaner gestern und dementsprechend war die Börse zu – aufgrund des US-Feiertags beendete auch London den Handel gestern bereits um 20.30 Uhr. Der gestrige Tag hat übergeordnet eine leichte Abwärtsdynamik, welche sich nicht so richtig entwickeln konnte. Der Handel war dünn, doch heute ist Black Friday und auch ein Freitag, welcher am Ende einer sehr guten Woche für den Endverbraucher von Brenn- und Treibsoffen steht. Über die Woche hinweg haben die Preise durchschnittlich rund CHF 5.00 / 100 Liter an Boden verloren.

Abwärtsdruck hierfür gaben neu Spekulationen darüber, dass die Preisobergrenze für russische Lieferungen in Drittländer möglicherweise in der Nähe der derzeitigen Handelspreise liegen könnte. Dämpfend wirken zudem weiterhin die Erwartungen einer schwächeren Nachfrage in China, da die Coronafälle im Land wieder stetig zunehmen. Ferner führen die enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus den USA zu weiteren Kursverlusten.

Nach wie vor bleibt unklar, wie Russland auf die Einführung der G7-Preisobergrenze reagieren wird. Das Potenzial für steigende Preise ist auf jeden Fall vorhanden. Da vor allem die spekulativen Marktteilnehmer die Börse mit ihren Ängsten und Erwartungen in eine Richtung leiten können, empfehlen wir allen die demnächst Heizöl benötigen, die Reaktionen Russlands nicht abzuwarten. Das Preisniveau zeigt sich so tief, wie seit Mitte März 2022 nicht mehr.

Börsendaten 25.11.2022 um 08:37 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 923.75$
ICE-Brent JAN: 85.65$
NY-Rohöl WTI JAN: 78.41$
US-Dollar/CHF: 0.9448
Rheinfracht nach Basel: CHF 48.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Passend zum kommenden «Black Friday»

Gestern kurz nach der Eröffnung in London eine markante Bewegung nach unten, welche uns heute wieder Mal etwas tiefere Heizöl- und Treibstoffpreise serviert. Denn die Bullen waren zu müde um noch irgendwelche Impulse zu senden – oder eventuell waren sie bereits beim «Vorfeiern» des Thanksgiving-Festes? Denn dieses wird heute wieder von den Amerikanern gefeiert, dementsprechend bleibt die Börse in NY heute geschlossen. Also kann man heute wohl keine kräftigen Bewegungen in London erwarten, welche allenfalls trendentscheidend sein könnten. Wenn wir auf den gestrigen Tag blicken, sehen wir nicht nur ein Abschlag von rund 35$ / Tonne beim Gasoil London, nein, wir sehen den dritten grossen Versuch in dieser Woche von den Bären, die Preise weiterhin unten zu halten.

Enttäuschende Wirtschaftsdaten dämpfen die Preise auf ein Neues. Doch auch der unerwartete Anstieg der US-Mitteldestillatsbestände und der US-Benzinbestände, gemäss den DOE-Daten von gestern Nachmittag, halten die Preise weiterhin tief – zumindest im Verhältnis. Allerdings bleibt weiterhin unklar, wie Russland auf die Einführung der G7-Preisobergrenze für russische Rohöllieferungen in Drittländer reagieren wird. Man kann erwarten, dass erneute «Eskalationen» oder zumindest die Erwartungen von weiteren Spannungen, den Preis wieder nach oben steigen lassen.

Seit Monaten ist es ein Auf- und Ab an der Börse, eine Prognose für die nächsten Wochen und Monaten bleibt daher weiterhin ausgeschlossen. Von gestern auf heute hat sich auf jeden Fall einiges getan – fast schon als wäre der grosse Ausverkauf namens «Black Friday» bereits heute eingetreten – wer weiss was morgen noch kommt? Die Preise stehen heute ein paar Franken tiefer, der US-Dollar ist leicht geschwächt und sogar die Preise für die Rheinfracht haben sich marginal gesenkt. Auf die Wetterprognose ist nicht immer Verlass, jedoch wissen wir alle, dass die Temperaturen in den kommenden Wochen sinken werden. Um lange Wartezeiten zu verhindern, empfehlen wir Ihnen dieses Einkaufsfenster zu nutzen und sich für den kalten Winter einzudecken.

Börsendaten 24.11.2022 um 08:05

ICE-Gasoil DEZ: 915.25$
ICE-Brent JAN: 84.81$
NY-Rohöl WTI DEZ: 77.48$
US-Dollar/CHF: 0.9406
Rheinfracht nach Basel: 45.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Das EU-Embargo rückt immer näher

Das EU-Embargo gegen russisches Öl tritt in 12 Tagen in Kraft und die Androhung seitens Russlands potenzieller Kunden, die sich auf den Preisdeckel der G7-Staaten berufen, dass gar kein Öl mehr verkauft wird, bleibt bestehen. Aufgrund der langen Vorlaufzeit bis zum Inkrafttreten des Boykotts und des Preisdeckels, hatten die Handelsunternehmen genügend Zeit, um eine Umorientierung zu planen und organisieren. Durch die Bemühungen wurde der Tankerimport von russischem Öl um 92% in die EU reduziert. Die Tankerimporte landen in China, Indien und in der Türkei. Trotzdem muss Russland einen Nettoverlust vom Ölexport hinnehmen.

Mit Sicherheit wird undeklariertes russisches Rohöl mit asiatischer Herkunft weiterhin in der EU landen. Angesichts des niedrigen Direktbezugs aus Russland ist es zu vermuten und hoffen, dass der 5. Dezember ohne Preisschock verstreicht. Diese Annahmen werden durch die chinesische Null-Covid-Politik zur Pandemiebekämpfung und durch die Zins-Politik der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung gestützt. Die Meinungen bezüglich Preisentwicklungen sind immer noch sehr gespalten. Auf der einen Seite gibt es diejenigen, welche wegen weiter wachsende Rezessionsängste an einen nochmals sinkenden Ölpreis im Dezember glauben und auf der anderen Seite die, welche befürchten, wenn Russland seine Drohungen umsetzt, dies einen bullishen Effekt auf die Preise auslösen könnte.

Heute könnte es sein, dass der Preisdeckel von der EU finalisiert und die Preisgrenze bekanntgegeben wird.

Die Zahlen der Neuinfektionen in China sind erneut gestiegen und liegen weiterhin auf dem höchsten Stand seit dem Beginn der Pandemie. Die Ölnachfrage steht somit weiterhin auf wackeligen Beinen. Die chinesische Regierung versucht dynamisch zu reagieren, es wurden aber trotzdem neue Lockdowns und Beschränkungsmassnahmen verhängt.

Börsendaten 23.11.2022 um 08:29

ICE-Gasoil DEZ: 942.00$
ICE-Brent JAN: 88.71$
NY-Rohöl WTI DEZ: 81.24$
US-Dollar/CHF: 0.9505

Rheinfracht nach Basel: 47.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die Bären haben die Preise im Griff

Heute Morgen starten wir etwa mit den gleichen Preisen in den Tag wie gestern. An den Ölbörsen hatten die Bären in der Vorwoche völlig die Oberhand. Im Wochenverlauf summierten sich die Notierungsverluste bei den Rohölkontrakten um minus 17,5%. In China sind die Neuinfektionen wieder auf hohe Zahlen angestiegen. Der strikte Corona-Kurs Pekings, gilt als eines der grössten Risiken für das globale Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage.

Es gibt aber auch noch eine positive Nachricht. China schliesst einen 60 Milliarden Dollar Flüssiggas-Deal mit Katar ab. Deutschland wollte den grossen Wurf nicht hinlegen, also schnappte sich China jetzt den Megadeal. Qatar Energy wird ab 2026 jährlich 4 Millionen Tonnen LNG (Flüssiggas) an Sinopec liefern. Dies teilten die staatlich kontrollierten Unternehmen am Montag in einer virtuellen Veranstaltung mit. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 27 Jahren. Dies sei gemäss Angaben von Bloomberg der längste LNG-Liefervertrag den China bisher abgeschlossen hat. Es ist auch eine der grössten Vereinbarungen des Landes in Bezug auf das Volumen.

Auf der Weltklimakonferenz in Sharm El Sheik hat man sich auf einen gemeinsamen Geldtopf zum Ausgleich von Klimaschäden in ärmeren Ländern geeinigt. Das Gesamtergebnis sei aber in Bezug auf schnellere und striktere Massnahmen gegen die Erderwärmung viel zu schwach ausgefallen.

Das EU-Embargo auf russische Rohöllieferungen naht. Der Einfuhrstopp kann stärkere Markt- und Preiseffekte nach sich ziehen. Die Angebotsverknappung kann zu einem Preistreiber werden und die Rohölpreise aus ihrem Abwärtstrend in eine Preisanstiegsphase zwingen. Das Embargo wird ab dem 5. Dezember in Kraft treten und richtet sich gegen russische Rohöllieferungen über den Seeweg. Auch wenn Russland einen grossen Teil seiner Lieferungen Richtung Asien umgeleitet hat, könnten an den Ölbörsen Angebotslücken entstehen.

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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Nachrichten sowie Spekulationen steuern den Preis

Der Dollarkurs spielt für den Ölpreis eine wichtige Rolle. Durch den stärkeren Dollar gerieten zuletzt andere Fremdwährungen unter Druck. Dies führte dazu, dass der Ölpreis durch die Bären nach unten gedrückt wurde. Somit bewegen wir uns heute Morgen ca. auf dem gleichen Niveau wie vergangenen Freitag. Eine Tendenz der Preisentwicklung für die nächsten Tage bzw. Wochen können wir wie bisher nicht geben, da die Ölpreise durch Nachrichten sowie Spekulationen der Marktteilnehmer gesteuert werden.

Zudem drücken erneut Rezessionsängste, aufgrund der deutlich verteuerten Energiepreise und der Inflation, den Ölpreis nach unten. Vertreter der Fed äusserten sich zuletzt erneut zur aktuellen Situation. Marktteilnehmer befürchten, dass die US-Zentralbank ihre Zinssätze bald mehr anheben wird als erwartet. Somit ist die Möglichkeit einer erneuten Zinsanhebung von 0,75 Prozentpunkte nicht vom Tisch. Durch dies verstärken sich zusätzlich die Sorgen einer globalen Rezession.

In China steigen weiterhin die Coronazahlen rasant an. Am letzten Samstag wurden so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie registriert. Eigentlich müsste dies durch die „Null-Covid-Politik“ verhindert werden. Erst kürzlich wurden die Massnahmen gelockert. Jetzt befürchtet man, dass das Land die restriktiven Massnahmen wieder ausweiten wird und dadurch vermutlich die Nachfrage nach Brenn- und Treibstoff zurückgehen wird.

Börsendaten 21.11.22 um 08:52 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 952.00

ICE-Brent JAN : 87.59

NY-Rohöl WTI DEZ: 79.95

US-Dollar/CHF: 0.9559

Rheinfracht nach Basel: CHF 48.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Sanktionen nicht nur gegen Russland sondern auch gegen den Iran

Weiter Unruhen zwischen Iran und USA. Die Vereinigten Staaten haben gestern eine Reihe an neuen Sanktionen beschlossen, mit denen Ölverkäufe aus dem Iran weiter erschwert werden sollen. Die Massnahmen sollen 13 Unternehmen aus verschiedenen Ländern Asiens betreffen. Die Sanktionen sollen verhindern, dass Iran mit Hilfe dieser Unternehmen Öl und weitere Ölprodukte im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar nach Ostasien verkaufen kann. „Die Vereinigten Staaten werden weiterhin Sanktionen gegen die Akteure verhängen, die diese Verkäufe erleichtern“, hiess es in einer Erklärung des US-Finanzministeriums. Mit dem neuen Sanktionspaket werden alle US-Vermögenswerte der betroffenen 13 Unternehmen eingefroren und es darf kein Handel mehr mit den USA stattfinden. Wie stark sich die Massnahmen tatsächlich auf die iranischen Ölexporte auswirken werden, bleibt abzuwarten.

Der Heizölmarkt profitiert derzeit von mehreren preisdämpfenden Faktoren. Abgesehen vom Rohöl sind auch die Preise fürs Gasoil London, die Berechnungsgrundlage für unsere Heizöl- und Dieselpreise, unerwartet gesunken. Der tiefe Dollarkurs sorgt immer noch für vergünstigte Ölimporte. Es ist nun auch bekannt, dass die deutschen Gasspeicher voll und der Gaspreis von seinen enormen Höhen deutlich zurückgekommen sind. Doch das Flüssiggas (LPG) kann leider nicht in die Schweiz transportiert werden.

Der Markt starrt wie gebannt auf die Zahl der Neuinfektionen in China, welche gestern über 23.000 Fälle am Tag gestiegen ist und somit weitere Lockdowns wieder wahrscheinlicher macht. So stellt sich die Frage ob Chinas Coronakrise die aktuelle Versorgungskriese eher in den Hintergrund schiebt oder bei weiteren Lockerungen der Coronamassnahmen die Versorgungsknappheit wieder in den Mittelpunkt des Ölmarktes gerückt wird.

Die russischen Angriffe haben einen vorübergehenden Stopp der Druschba-Ölpipeline im südlichen Strang ausgelöst. Die Ölpipeline spielt eine wichtige Rolle für die Versorgung Mittel- und Osteuropas. Ungarische Behörden melden inzwischen, dass der Betrieb schrittweise wieder in Gang kommt.

Nicht nur die Dushba sondern auch die Keystone-Pipeline in der USA, die kanadisches Öl in die USA befördert, hatte mit einer physischen Unterbrechung zu kämpfen. Doch dies war nur von kurzer Dauer und ist wieder am Netz.

Börsendaten 18.11.22 um 08:39 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 961.25

ICE-Brent JAN : 89.67

NY-Rohöl WTI DEZ: 81.77

US-Dollar/CHF: 0.9522

Rheinfracht nach Basel: CHF 47.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die magische 1’000$ Gasoil – Marke

Auch gestern wurden den Heizöl- und Treibstoffkäufer wieder ein Geschenk präsentiert: Seit über einer Woche taucht Gasoil London unter der 1’000$ / Tonne Grenze und scheint aktuell auch nicht auftauchen zu wollen. Dies hat sich auch heute nicht geändert. Nach einem starken, jedoch nicht ausdauernden Anstieg von über 30$ / Tonne wurde dies im gestrigen Verlauf des Tages komplett wettgemacht. Insgesamt präsentieren sich die Preise heute Morgen ziemlich identisch wie gestern. Wer unseren gestrigen Bericht gelesen hat, wird erkennen dass dies nun bereits der dritte Tag infolge ist, in welchem sich die Preise morgens auf ziemlich gleichem Niveau präsentieren.

Der Fokus in den Nachrichten liegt weiterhin auf den Krieg, Chinas Coronastrategie und die weltwirtschaftliche Lage. «Neuigkeiten», welche sich in den letzte Wochen und Monaten nur geringfügig verändert haben – Kern der Aussage blieb vorwiegend der Selbe. Doch endlich gibt es neue Meldungen, die für unsere Brenn- und Treibstoffe interessant sind. Monatelange wurde uns eine Predigt gehalten; Zu wenig Gas hier, zu wenig Gas dort. Doch dies erwies sich (nicht vorsätzlich) als Irrtum. Europas Gasprobleme sind plötzlich viel kleiner als noch vor ein paar Monaten. Einer der Gründe hierfür sind die milden Temperaturen zu diesen Jahreszeiten, denn dadurch sind die Gasspeicher nicht nur voll, nein, sie sind fast schon überfüllt.

Dies lässt die Hoffnung auf tiefere Preise in kommenden Wochen aufleben. Insofern sich der Wirbel um den Ukraine-Krieg und die tatsächlichen Geschehnisse im Ukraine-Krieg beruhigen und der Winter nicht von heute auf Morgen einbricht, besteht die Chance auf bessere Preise auf jeden Fall.

Börsendaten 17.11.22 um 08:23 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 984.25
ICE-Brent JAN : 92.19
NY-Rohöl WTI DEZ: 84.72
US-Dollar/CHF: 0.9452
Rheinfracht nach Basel: CHF 47.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Raketeneinschlag in Polen – Ölbörsen bleiben gelassen

Bereits gestern Nachmittag sind in einem polnischen Ort 2 Raketen eingeschlagen. Polen und die Ukraine beschuldigen Russland. Moskau dementiert die Anschuldigungen und verweist auf Trümmerteile der Ukrainischen Abwehrraketen. Aufgrund der gestrigen Ereignisse hält die Nato heute eine kurzfristig einberufene Notfallsitzung ab. Polen wägt momentan ab, ob man Artikel 4 des Bündnisses aktiviert. Artikel 4 sieht die Einberufung aller NATO Staaten und eine gemeinsame Konsultation vor, wenn die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit eines Mitgliedslandes bedroht ist. Es ist aber nicht gesagt, ob auf eine solche Konsultation eine tatsächliche Reaktion folgt. Artikel 4 wurde seit Gründung der NATO in 1949 bisher sieben Mal, zuletzt am 24. Februar 2022, als Russland die Ukraine angriff, aktiviert.

Die Ölbörsen reagierten gelassen auf die Meldung. Gasoil verzeichnete am Nachmittag einen kurzen Anstieg von 40 Dollar pro Tonne. Die Korrektur folgte aber postwendend und wir starten heute Morgen auf einem ähnlichen Niveau wie gestern in den Tag.

Ansonsten keine nennenswerten News aus der Energiebranche. Die Augen sind weiterhin auf Chinas Corona-Strategie gerichtet. Hoffnungen, dass nach zaghaften Lockerungen bei den Quarantänebestimmungen in China vergangene Woche ein Ende der Null-Covid-Politik in Sicht ist, dürften sich damit erledigt haben. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass der grösste Ölimporteur der Welt wieder vermehrt Lockdowns verhängt und damit die konjunkturelle Erholung sowie ein Anstieg der Ölnachfrage weiter nach hinten geschoben wird.

Prognose: Fehlanzeige. Es ist weiterhin keine klare Tendenz erkennbar. Zu vielseitig sind die einflussnehmenden Faktoren und zu unsicher die Situation in der Ukraine und dem Weltmarkt.

Börsendaten 16.11.2022 um 08:00

ICE-Gasoil Dez : 987.75

ICE-Brent Jan : 93.19

NY-Rohöl WTI Dez :86.19

US-Dollar/CHF: 0.9427

Rheinfracht nach Basel: CHF 48.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Das Einkaufsfenster bleibt offen

Wir starten Heute mit tieferen Preisen in den Tag als gestern. Der ICE-Gasoil Preis kletterte gestern um ca. 17 Uhr auf 1’018$. Heute Morgen bei Eröffnung sind wir bei 974.25$. Im Moment ist der Heizölpreis auf dem niedrigsten Stand der letzten 3 Monate. Dies könnte als gutes Einkaufsfenster genutzt werden. Gründe sind der tiefere Dollarkurs, sowie die Nachfragesorgen haben die Börsenpreise unter Druck gesetzt. Wir werden aber weiterhin mit Kursschwankungen in beide Richtungen rechnen müssen.

Wie bereits erwähnt, werden die Quarantänezeiten in China von zehn auf acht Tage reduziert. Eine Registrierung von Kontaktpersonen zweiten Grades soll nun gemäss der Erklärung nicht mehr erfolgen. Die Ölmarkt-Teilnehmer hoffen auf eine leicht steigende Nachfrage.

Die OPEC+, in der auch Russland Mitglied ist, hat beschlossen, ihre vereinbarte Fördermenge ab November um insgesamt zwei Millionen Barrel pro Tag zu kürzen. Mit dieser Massnahme sollen die Ölpreise gestützt werden.

Im Dezember soll nun das vor längerer Zeit beschlossene EU-Embargo für russisches Öl über den Seeweg in Kraft treten. Damit wird versucht, die Einnahmen aus dem Verkauf von russischem Öl einzuschränken und den Verkauf auf dem Markt zu erschweren. Dieser Meinung ist auch die Finanzministerin der USA. Zudem sollen mit Beginn des EU-Embargos noch weite Sanktionen in Kraft treten. Wie diese genau aussehen, wurde noch nicht kommuniziert. Wie stark sich diese Sanktionen auf die Heizölpreise auswirken, werden wir erst im Dezember sehen.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Prognosen für die Preisentwicklung deutlich angehoben

Die Nachfrage und das Angebot spielen an der Börse eine grosse Rolle. Für Auftrieb sorgten zuletzt die Erwartungen einer steigender Nachfrage, da in China, trotz der zunehmenden Coronafälle, einige Restriktionen gelockert wurden. Für Einreisende und für diejenigen, welche engen Kontakt mit einer positiven Person hatten, wurden die Quarantänezeiten verkürzt. Auch wurden die Strafen für Fluggesellschaften, die infizierte Fluggäste befördern, abgeschafft. China verfolgt trotzdem weiterhin die „Null-Covid-Strategie“ welche in der Theorie zu sinkenden Ansteckungszahlen führen sollte. Heute Morgen starten wir daher mit den Preisen nur begrenzt höher in den Tag.

Ferner die Meldung der US-amerikanischen Anwaltskanzlei Haynes and Boone, dass Banken, welche Energieproduzenten Darlehen gewähren, ihre Prognosen für die Öl- und Erdgaspreisentwicklung seit anfangs Jahr deutlich angehoben haben. Kim Mai, Partner von Haynes Boone, sagte, dass die Öl- und Gasnachfrage das Angebot weiterhin übersteigen wird.

Der Abwärtsspielraum wurde durch den stabilen Widerstand bei 1000 $ (Gasoil) und 96 $ (Brent) begrenzt. Zudem konnte sich der Dollar, nach seinen Verlusten vom Freitag, heute wieder leicht erholen. Dies führt dazu, dass andere Fremdwährungen unter Druck geraten.

Börsendaten 14.11.22 um 08:55 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 999.50
ICE-Brent JAN : 95.86
NY-Rohöl WTI DEZ: 88.75
US-Dollar/CHF: 0.9460
Rheinfracht nach Basel: CHF 49.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wird das Einkaufsfenster heute geschlossen?

Nach einer eindrucksvollen Erholung der Brenn- und Treibstoffpreise seit Anfang dieser Woche, scheint es so, dass vorerst Mal eine Ende in Sicht ist. Dieser mehrtägige Abwärtsschwung hat die Bullen temporär in die Ecke gedrängt und ermöglichte täglich neue Einkaufsfenster. Doch die Bullen schlafen nicht und in der „Bullenbox“ stehen zu bleiben, liegt wohl auch nicht in ihrer Natur. Doch blicken wir zuerst nochmals auf den gestrigen Tag: Gasoil London startete bei 1010$ / Tonne und erreichte am Abend das vorzeitige Ende der Talfahrt und zwar bei 975$ / Tonne, was eine Differenz von über 35$ / Tonne ausmacht. Diese Zahlen an sich, sind nicht so enorm, wie man sie vielleicht von den letzten Monaten kennt. Doch man darf nicht vergessen, dass wir solche Absacker seit diesem Montag fast schon täglich erlebt haben – gesamthaft in dieser Woche verlor Gasoil London bis zu 120$ / Tonne. Wenn wir diesen Wert auf unsere Brenn- und Treibstoffpreise in der Schweiz ummünzen, kann man sagen, dass der Preis momentan immer noch rund CHF 10.- / 100 Liter günstiger ist, im Vergleich zu letzter Woche.

Doch wie oben bereits erwähnt, drehten sich die Preise wieder leicht nach oben, Stand heute Morgen wurde der gesamte Rückgang von gestern egalisiert. Hauptgrund für diesen Auftrieb sind die positiven Inflationsdaten in den USA von gestern Nachmittag. Sie haben Anlass zu Hoffnungen gegeben, dass die amerikanische Notenbank „Fed“ in ihrer nächsten Sitzung den Zinssatz nicht mehr so stark anheben wird wie bisher. Dadurch sackte auch der Dollar nach unten und überliess den anderen globalen Währungen Auftriebsspielraum, welcher sich stützend auf die Ölpreise auswirkte.

Grundsätzlich ist das Einkaufsfenster, welches Anfang Woche weit aufgeschlagen wurde, noch nicht geschlossen. Ob dieser Anstieg heute nur eine kleine Korrektur war, oder ob das vorzeitige Ende der viertägigen Abwärtskorrektur eingeläutet wurde, ist ungewiss. Doch die Preise präsentieren sich nach wie vor auf einem, im Vergleich zu den letzten Wochen, attraktiven Niveau.

Börsendaten 11.11.22 um 08:37 Uhr

ICE-Gasoil DEZ: 1‘009.75
ICE-Brent JAN : 96.07
NY-Rohöl WTI DEZ: 88.75
US-Dollar/CHF: 0.9624
Rheinfracht nach Basel: CHF 48.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die Nachfragesorgen drücken weiterhin den Preis

Die aktuellen Nachfragesorgen bezüglich den Rezessionsängsten und den Auswirkungen durch die Corona-Lage in China, wurden gestern von den API-Bestandsdaten und dem EIA-Monatsbericht geprägt. Dementsprechend sind die Preise am Vorabend eindeutig „bearish“ ausgefallen und dies scheint sich vorerst auch nicht zu ändern.

Letzte Woche waren die Marktteilnehmer fest davon überzeugt, dass ein Ende der restriktiven chinesischen Corona-Politik in Sicht ist. Doch nun schwindet jede Hoffnung darauf, denn China verschärft erneut seine Coronamassnahmen. Davon betroffen sind einige der grössten Städten Chinas, wie zum Beispiel Peking und die südliche Produktionsmetropole Guangzhou. China hat derzeitig so viele Neuansteckungen wie seit sechs Monaten nicht mehr.

Marktanalysten weisen darauf hin, die Diesel- und Heizölbestände auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen sind. Die Anzahl der Tage, in denen diese Vorräte die erwartete Nachfrage decken können, liegt fast fünf Tage unter dem Fünfjahresdurchschnitt.

Der Analyst Vivek Dhar rechnet mit einer Marktverknappung, sobald das europäische Einfuhrverbot für russische Öllieferungen über den Seeweg am 5. Dezember in Kraft trifft.

Ob die Preisdeckelung für uns einen Vorteil hat, werden wir im Dezember sehen. Wenn das Heizöl einen längeren Seeweg hinter sich bringen muss, wird damit gerechnet, dass die Frachtkosten somit auch viel höher fallen werden.  

Börsendaten 10.11.2022 um 09:42

ICE-Gasoil NOV: 1008.75 $
ICE-Brent JAN: 92.48 $
NY-Rohöl WTI DEZ: 85.56 $
US-Dollar/CHF: 0.9849

Rheinfracht nach Basel: 49.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Höhere US-Rohöllagerbestände führen zu sinkenden Preisen

Gestern Abend wurden die neuen API-Daten veröffentlicht. Diese zeigten einen unerwarteten Aufbau beim Rohöl und beim Benzin auf. Die API (American Petroleum Institute) veröffentlicht jede Woche die Veränderungen der US-Rohöllagerbestände, US-Benzinbestände und US-Destillatbestände. Die Daten geben Auskunft über die US-Ölnachfrage. Wenn die Bestände steigen, führt dies in der Regel zu sinkenden Preisen. Aufgrund dessen starten wir heute Morgen mit tieferen Preisen in den Tag.

In China steigen die Coronazahlen wieder massiv an, obwohl die „Null-Covid-Politik“ dies verhindern sollte. In mehreren Städten wurden dementsprechend weitere Lockdowns beschlossen. Marktteilnehmer haben deswegen vermehrt Nachfragesorgen, da die Massnahmen im Land zu Einschränkungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens führen. Berichten zufolge bleibt auch die Dieselnachfrage klein, da die Temperaturen in Nordchina sinken und somit die Bautätigkeit gebremst wird.

Der Abwärtsspielraum begrenzte die Meldung der EIA, welche ihre Voraussage für die US-Förderung im Jahr 2023 leicht nach unten korrigierte. Die Förderung soll im nächsten Jahr bei 12,31 Mio. Barrel am Tag liegen. Die vorherige Prognose lag bei 12,36 Mio. Barrel am Tag.

Börsendaten 09.11.2022 um 08:05

ICE-Gasoil NOV : 1‘044.00
ICE-Brent JAN : 95.38
NY-Rohöl WTI DEZ: 88.84
US-Dollar/CHF: 0.9870
Rheinfracht nach Basel: CHF 50.25